Wenn Bürokratie den Trail blockiert
Was aussieht wie eine harmlose Regel, ist in Wahrheit eine kalte Verwaltungsmaßnahme gegen Bewegung: Im Landkreis Miesbach will die Politik das Radfahren nur noch auf breiten Forstwegen erlauben – alles unter 2,5 Metern wäre tabu. Das betrifft nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische, Kinder und den täglichen Radverkehr.
Was als „Landschaftsschutz“ verkauft wird, ist faktisch ein flächendeckendes Fahrverbot.
Ein Paragraph, der den Wald vermisst, aber seine Seele vergisst.
Warum die Regelung absurd ist
Wege sind keine Betonstreifen. Sie verändern sich, wachsen zu, werden durch Regen schmaler – und niemand kann sie auf den Zentimeter genau messen.
Die Idee, dass sich Naturschutz durch Zahlen retten lässt, ist ein Irrtum. Sie schafft keine Ordnung, sondern Misstrauen, Konflikte und Chaos.
Während anderswo auf Kooperation gesetzt wird, greift Miesbach zu einer Regel, die alles verbietet, was lebendig ist. Bürokratie ersetzt hier gesunden Menschenverstand – und trifft ausgerechnet jene, die Natur lieben und respektieren.
Was wirklich dahintersteckt
Hinter der Regel steckt kein Naturschutz, sondern Kontrolle.
Ein politischer Reflex, der Probleme verwalten will, statt sie zu lösen.
Die Verwaltung fürchtet offene Diskussionen, Bürgerbeteiligung und Vielfalt – also den Dialog, der eine Region lebendig macht.
Das Ergebnis: ein Stück Natur wird zum Verwaltungsakt.
DIMB & DAV: klare Worte gegen die Politik
Die Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB) und der Deutsche Alpenverein (DAV) haben eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, die keinen Zweifel lässt:
„Pauschale Verbote für das Radfahren inklusive des Mountainbikens auf Wegen unter 2,5 Metern lehnen wir ab.“
Sie warnen vor massiven Folgen:
– Einschränkungen für Einheimische und Vereine
– Verdrängung des Radtourismus
– neue Konflikte statt Lösungen
– wirtschaftliche Einbußen für Gastronomie und Handel
Beide Verbände betonen, dass es längst funktionierende Konzepte gibt – etwa das REO-Projekt, das gemeinsam mit Gemeinden und Bikern legale, nachhaltige Strecken aufbaut.
Verbote zerstören diese Arbeit, bevor sie Wirkung zeigen kann.
Was du jetzt tun kannst
👉 1. Werde aktiv.
Schreibe eine Einwendung an das Landratsamt Miesbach. Jede Stimme zählt.
👉 2. Sprich darüber.
Teile diesen Artikel, informiere andere Biker, Vereine und Freunde.
👉 3. Bleib respektvoll – aber laut.
Zeig, dass Mountainbiker keine Gegner des Naturschutzes sind, sondern seine Verbündeten.
👉 4. Unterstütze Projekte, die auf Kooperation statt auf Kontrolle setzen – wie DIMB, DAV und REO.
Denn: Wenn Miesbach Erfolg mit dieser Regel hat, ist das nur der Anfang.
Dann wird die 1,5-Meter-Regel schnell zur Blaupause für ganz Deutschland.
Fazit: Reden statt Regeln
Wer Bewegung verbietet, zerstört Vertrauen.
Die 1,5-Meter-Regelung ist kein Fortschritt, sondern ein Rückfall in alte Denkmuster.
Natur braucht Schutz – aber keinen Käfig aus Paragrafen.
Wenn Politik und Verwaltung wirklich etwas bewahren wollen, dann sollten sie endlich zuhören.
Denn wahre Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Verordnungen, sondern durch Verständnis.
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