Der Kanton Zürich hat soeben ein Mountainbike-Konzept verabschiedet, das nicht nur für Aufbruchstimmung in der MTB-Szene sorgt, sondern auch langfristige Perspektiven für MTB-Fahrende schafft: MTB-Fahren bleibt offiziell dort erlaubt, wo es auf Swisstopo-Karten als Weg eingezeichnet ist – außer ein Fahrverbot gilt vor Ort. Das ist ein starkes juristisches Statement und bringt mehr Klarheit für alle, die im Wald unterwegs sind.

🎯 Was steckt im Konzept?

Das neue Konzept ist weit mehr als nur ein juristischer Klartext – es ist eine strategische Vision für die kommenden Jahre:

  • Koexistenz statt Verbote: Mountainbiken ist auf allen offiziellen Wegen erlaubt, die auf der Swisstopo-Karte stehen, solange keine lokalen Fahrverbote signalisiert sind. Damit wird das, was viele Biker:innen längst praktizieren, auch offiziell bestätigt.
  • Infrastruktur für den MTB-Boom: In 19 sogenannten Fokusräumen will der Kanton künftig gezielt Trails, Routen und MTB-Infrastruktur ausbauen, um Nutzungsdruck zu lenken und sensible Naturzonen zu schützen.
  • Gemeinsame Aufgabe: Gemeinden, Regionen und der Kanton sollen zusammenarbeiten – mit knapp 800’000 Franken jährlich allein für Bau, Unterhalt und Signalisation als Ausgangspunkt.

📈 Warum freut sich die Mountainbike-Szene so sehr?

Viele lokale Biker-Verbände und Community-Gruppen sehen in dem Konzept einen Durchbruch für den Sport:

  • Gemeinsame Nutzung wird anerkannt: Der Kanton stellt klar, dass MTB-Fahren auf bestehenden Wegen grundsätzlich erlaubt ist – das war ein Kernanliegen vieler Gruppen.
  • Mehr attraktive Angebote: Statt nur zu sagen „Trail existieren“, wird aktiv geplant, die offiziellen MTB-Strecken drastisch zu erweitern – etwa von derzeit rund 15 km auf 50–80 km MTB-spezifische Angebote bis 2042.
  • Breiten- statt Elitensport: Rund 180’000 Biker:innen im Kanton fühlen sich endlich ernstgenommen und sehen im Konzept die Chance auf mehr alltagstaugliche wie auch herausfordernde Trails.

🧩 Einfach legaler cruisen – aber mit Verantwortung

Ein Schlüsselelement des Konzepts ist die Balance zwischen Freiheit und Rücksicht:

  • Der Weg wird für viele MTB-Fans frei — aber nur auf offiziell kartierten Routen. Wild angelegte oder informelle Trails abseits dieser Wege bleiben rechtlich nicht gedeckt.
  • Natur- und Waldschutz stehen ebenso im Fokus: Der respektvolle Umgang mit Wandernden, Reitenden und anderen Waldbesucher:innen ist explizit Teil der Strategie.

🔮 Blick nach vorn: Was kommt als Nächstes?

Dieses Konzept ist kein fertiges Produkt, sondern der Startschuss für eine grosse Entwicklung:

  • Jetzt geht es an die Planung konkreter Routen, Signalisation und Umsetzung in den Fokusräumen.
  • Die Zusammenarbeit mit lokalen MTB-Clubs und engagierten Biker:innen wird entscheidend sein, damit Angebote entstehen, die auch wirklich genutzt und geschätzt werden.

Das Zürcher Mountainbike-Konzept ist ein Riesen-Schritt für die Szene: Es schafft rechtliche Klarheit, fördert die Koexistenz mit anderen Waldbesucher:innen, und es setzt ein starkes Signal, dass Mountainbiken im Kanton nicht nur toleriert, sondern aktiv unterstützt werden soll.

Für alle, die gerne auf den Waldwegen rund um den Zürichsee, Uetliberg oder im Zürcher Oberland unterwegs sind – das sind fantastische Neuigkeiten! 💪


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